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Wachkoma - trotz der breiten Diskussion über den zwangsweisen Tod von Terry Schiavo in den USA eine in der Öffentlichkeit wenig beachtete und wenig bekannte schwerste Behinderung | |
| | Wachkoma ist die Folge einer erworbenen, schwersten Schädigung des Gehirns. Eine solche Schädigung kann als Folge einer Vielzahl von
Ereignissen eintreten, typischerweise nach Unfällen mit schweren Kopfverletzungen oder Unfällen mit länger andauerndem Sauerstoffmangel (z.B. bei Ertrinken) und nach Herzinfarkt. Akutereignisse dieser Art
treten relativ häufig auf, aber glücklicherweise führen sie nur relativ selten zum Wachkoma.
Über Wachkoma selbst ist in der Öffentlichkeit wenig bekannt - auch wenn die Diskussion über den zwangsweisen
Tod von Terry Schiavo in den USA zeitweise dieses Thema in das Interesse der Öffentlichkeit gebracht hat. Fälschlicherweise wird Wachkoma vielfach als "halber Tod" angesehen. Tatsächlich handelt es
sich um einen lebenden und wahrscheinlich auch fühlenden Menschen, mit dem wir zusammenleben können! Wachkoma-Betroffene leben!
Wachkoma nimmt sehr unterschiedliche Verläufe. Etwa 30% der Akutfälle
können sich im Verlaufe der ersten Monate aus diesem Zustand befreien. Bei Unterstützung durch entsprechende medizinische und rehabilitative Maßnahmen können die Betroffenen ein nahezu normalen Leben führen.
In ca. 60% der Akutfälle gelingt es, den Wachkoma Zustand zu verlassen, aber es verbleiben erhebliche Behinderungen unterschiedlichster Art. In etwa 20% der Fälle verbleiben Betroffene dauerhaft im Wachkoma,
sind vollkommen hilflos und auf Hilfe durch Dritte lebensnotwendig angewiesen. Aber auch diese Betroffenen leben! Es passieren keine Wunder, aber manchmal nimmt es doch unerwartete Verläufe, wie Hartmut
Deharde beispielhaft zeigt.
In diesem Abschnitt informieren wir über medizinische Aspekte des Wachkoma, über typische Verläufe, über Therapiemöglichkeiten sowie rehabilitative und pflegerische
Maßnahmen und auch rechtliche Aspekte, die in Zusammenhang mit der Betreuung und Versorgung von Wachkoma Betroffenen auftreten können.
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| | Siehe auch
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| | Andreas Zieger
Oberarzt in Oldenburg, hat sich sehr eingehend mit medizinischen und ethischen Fragen des Wachkoma beschäftigt.
Cedric - ein Leben in Wachkoma
Cedric erlitt 1997 einen Unfall. Er ist ein Beispiel für ein Leben mit Wachkoma.
Nach 3 Jahren wieder voll da
Hartmut Deharde - Ein Betroffener berichtet.

Fachsymposium RehaCare 2008
Im Rahmen der Messe RehaCare 2008 haben wir ein Fachsymposium zum Thema "Wachkoma und Leben mit schweren Schädel-Hirnverletzungen" durchgeführt. Die Referenten deckten ein breites Themenspektrum ab.
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